Es steht eine neue Version zur Verfügung: TAZ 3.9.6


Die TransAlarm-Zentralen-Software TAZ 3.9.5

Die TAZ-Version 3.9.5 bietet gegenüber der Version 3.9.4 die folgenden wichtigen Änderungen:

Meldungen manuell aktualisieren

Screenshot #1: Die Funktion „Meldungen aktualisieren“
Screenshot #1: Die Funktion „Meldungen aktualisieren“

Meldungen werden in länger andauernden Verbindungen mit TransAlarm-Geräten in den klassischen Protokollen (FW-Protokoll, DTMF-Protokoll) automatisch aktualisiert. In neueren Protokollen werden Meldungen nicht automatisch aktualisiert, damit verlaufen Verbindungen in der Regel zügiger, denn neue Meldungen innerhalb derselben Verbindung bilden eine seltene Ausnahme. Es gibt aber Anlässe dafür, Verbindungen für eine längere Zeitspanne zu nutzen: nämlich, um die Meldungen eines Aufzugswärtermoduls (AWM) zu inspizieren.

So kann es sinnvoll sein, Meldungen nach dem AWM-Betrieb zu aktualisieren, ebenso nach einer länger andauernden Sprechverbindung mit einer Kabine im Notruf.

Den Menüpunkt Meldungen aktualisieren erreichen Sie über das Menü oder das Kontextmenü des Meldungsfensters. Im reduzierten Kontextmenü, das auf Höhe der Schaltfläche Quittieren+Trennen angeboten wird (siehe Screenshot #1), ist die Funktion ebenfalls enthalten.

Meldungen an andere Arbeitsplätze oder Zentralen

Screenshot #2: Dialog „Zuständigkeit erweitern“
Screenshot #2: Dialog „Zuständigkeit erweitern“

Unter anderem durch das Aktualisieren von Meldungen innerhalb einer bestehenden Verbindung kann es vorkommen, dass Meldungen erkannt werden, die für ein anderes Ziel bestimmt sind, sei es ein anderer Arbeitsplatz oder eine andere Zentrale.

Wenn in der TransAlarm-Station eine Aufteilung von Zuständigkeiten parametriert ist, z.B. mit zwei verschiedenen Rufnummern, wobei eine für Notrufe und Kontrollanrufe genutzt werden soll und die andere für sonstige Meldungen, dann kann es sein, dass an einem Arbeitsplatz für technische Belange nach einer Meldungsaktualisierung ein Notruf erkannt wird, der an dem gegebenen Arbeitsplatz nicht behandelt werden kann, weil hier keine Sprechstelle vorhanden ist. In einem solchen Fall wäre die Verbindung schnellstmöglich zu trennen ohne die Notrufe zu quittieren, damit die Station umgehend eine Verbindung über die Notruf-Nummer herstellen kann. Umgekehrt könnten rein technische Meldungen innerhalb einer längeren Verbindung mit einem Notrufarbeitsplatz erkannt werden, die oft ohne Weiteres mit quittiert werden können.

Ob neue Meldungen innerhalb einer bestehenden Verbindung übernommen werden können oder nicht, entscheiden Sie als Benutzer von Fall zu Fall. Um Sie zu unterstützen, wird ein Dialog eingeblendet, der sinnvolle Optionen anbietet. Als Voreinstellung wird Ihnen die Erweiterung der Zuständigkeit angeboten. Die nächste Option ist Trennen der Verbindung unter Quittieren der bislang verarbeiteten Meldungen, dies entspricht dem geplanten Ablauf vor dem Eingehen der neuen Meldungen. Die letzte Option besteht im Ignorieren, diese Option behält sowohl Verbindung als auch Zuständigkeit bzw. Quittungsumfang unverändert bei.

Journal mit besseren Diagnose-Möglichkeiten

Das Journal der Leitungssteuerung (TA Leitungen) haben wir ergänzt und überarbeitet, um Ihnen ein klareres Verständnis für die Abläufe in Verbindungen (z.B. das Wirken von Automatiken) zu verschaffen und ggf. die Diagnose von Störungen zu erleichtern.

  • Rufnummernverwendung und selektive Quittung werden nun im kazgsn-Code protokolliert (#1615)
  • Journaleintrag "Typ nicht ermittelbar" wird durch echte Indizien ergänzt (#1621)
  • TAS-Sprachversion wird zur Typinformation angezeigt, falls diese Information im gegebenen Protokoll verfügbar ist (#1638)
  • stündliche Ausgaben von Lebenszeichen, inklusive "Gesundheitsindikatoren" (#1617)
  • Verbesserte Ausgaben zu AWMs, AWM-Meldungen und AWM-Betrieb
    • Anrufauslöser und Bestückung sind erkennbar, doppelte Meldungen reduziert (#1618)
    • AWM-Befehle wie z.B. die AWM-Klarstellung erscheinen im Journal (#1637)
    • AWM-Detail-Alarme auch im Journal erfassen (#1635)
    • Fehler im AWM-Betrieb werden im Journal erfasst (#1648)
  • Hinweis auf Kontrollanruf-Kurzschlussbehandlung "Schnelle Routine" (#1627)
  • Gescheiterte Kontrollanrufbefehle werden vermerkt (#1400)

Der kazgsn-Code

Der kazgsn-Code (sprich Katzgsen oder einfach Katzgen) ersetzt die binäre Darstellung für Rufnummernverwendungen und Quittungsmasken, die die selektive Verarbeitung von TransAlarm-Meldungen ermöglichen. Die Verarbeitung erfolgt in Meldegruppen. Der Code ist eine 6-stellige Kombination von Buchstaben oder Strichen. Jeder Buchstaben entspricht dem Anfangsbuchstaben einer der folgenden Meldegruppe:

k: Kontrollanruf
Kontrollanruf (auch Routine oder simulierter Notruf genannt). Diese Meldung wird nicht quittiert, sondern durch das Setzen des Abstandes zum nächsten Kontrollanruf behandelt.
a: AWM
Meldungen aus Aufzugswärter-Modulen (technische AWM-Alarme) und Ausfall von AWMs
z: Zusatzmeldungen
Zusatzmeldungen (Störmeldungen, Zusatzalarme)
g: Gerätemeldungen
Gerätemeldungen umfassen Netzausfall, Akkudefekt und Notruferfassungsstörung (alias Modulausfall, Peripheriespannung usw.)
s: Sprechtest
Ein halbautomatischer Testanruf, um die Qualität der Sprechverbindung zu prüfen. Diese Funktion erfordert u.a. besondere Hardware-Ausstattung.
n: Notruf
Die Notruf-Gruppe umfasst Notrufe, Notrufwiederholungen, Notruf-Ende-Meldungen sowie die sog. Befreit-Meldung (durch die "Klartaste" an Station ausgelöst)

Ein Buchstabe im Code bedeutet, dass die jeweilige Meldegruppe in Rufnummernverwendung oder Quittungsmaske enthalten ist, ein Strich drückt das Fehlen einer Meldegruppe aus. Einige Beispiele für solche Codes werden in der folgenden Tabelle erläutert.

kazgsn binär Erläuterung
kazgsn 111111 alle Meldegruppen
------ 000000 keine Meldegruppe
-----n 000001 nur Notrufgruppe
-azg-- 011100 AWMs, Zusatz- und Gerätemeldungen

Durch die Benutzung des kazgsn-Codes wird die Bedeutung der jeweiligen Masken lesbar dargestellt. Der Binärcode kommt weiterhin bei der Parametrierung der Rufnummernverwendung in der Station zur Anwendung.

Erleichterungen für die tägliche Benutzung

Um Ihnen die tägliche Arbeit zu erleichtern, haben wir nicht nur das Journal lesbarer gestaltet, sondern auch Möglichkeiten gefunden, Ihnen den einen oder anderen Klick zu ersparen, um Informationen zusammenzubringen.

Screenshot #3: Sprechfenster mit Hinweis zu Vorgang
Screenshot #3: Sprechfenster mit Hinweis zu Vorgang
  • Anlässlich einer Verbindung wird im Sprechfenster (siehe Screenshot #3) auf offene Kontrollanrufvorgänge hingewiesen (Keine Kontrollanrufnummer, Kontrollanruf-Ausfall, zu viele Anrufe) (#1461)
  • Das Abmelden wird beim Klick auf den Benutzernamen angeboten (#1583)
  • Anordnung der Schnellstart-Knöpfe in der TAZ-Leiste wird aus der ini-Datei übernommen (#1613)
  • Anzahl der bei Filterung aufgelisteten Einträge wird nun angezeigt (#1566)
  • Erleichterter Vorgangsabschluss für Ersatzzentrale (#1467)
  • Schrift vergrößert bei Auswahl für Bewertung/Einsatz [F3] (#1578)
  • Das Öffnen des Notfallplans wird nun auffällig im Register Maßnahmen angeboten (#1563)
  • Ein Filter für Vorgänge des Typs "Zu viele Kontrollanrufe" wurde ergänzt (#1564)
  • Im Fenster TA Leitungen bleiben inaktive Menüoptionen nun sichtbar, damit bleibt die Position erhalten und man kann sich auch ohne Verbindung einen Überblick zu den möglichen Funktionen verschaffen (#1592)
  • Das Schließfeld im Fenster TA Leitungen wirkt nun nur noch auf TA Leitungen und die zugehörigen Prozesse und schließt nicht mehr die gesamte Zentrale; der Neustart geschieht bei Bedarf durch Klick auf Knopf "Leitungen" (#1354)

Korrekturen

Mit Version 3.9.5 sind eine Reihe von Fehlerbehebungen und Verbesserungen verbunden, u.a.

  • Fehler beim Aufruf der Hilfe (ab Windows 8) behoben (#1171)
  • MSI muss nun nicht mehr im Kompatibilitätsmodus gestartet werden (#1568)
  • Uneindeutige Störungen in der Verarbeitung von Kontrollanrufbefehlen werden nicht mehr als Vorgänge des Typs "Unbehandelter Kontrollanruf" präsentiert (#1572)
  • Bei Timeout-Warnung beendet der Klick auf den Leitungs-Tab jetzt sowohl Soundausgabe, als auch das Blinken (#1580)
  • Auch für Stationen mit sehr umfangreichen Stammdaten werden unter Verbindung wieder Standorte angezeigt (#1607)
  • Fehler bei Auswertung der AWM-alarmfrei-Meldung im DTMF-Protokoll behoben (#1624)
  • Keine Zwangsabschaltung von Kontrollanrufen in Verbindungen, bei denen in der Rufnummernverwendung kein Kontrollanruf-Bit gesetzt ist (#1625)
  • Bei Autoanmeldung wird nun der Benutzername korrekt aus der ini-Datei übernommen (#1629)
  • Ungenauigkeit bei Auswertung aktiver AWM-Meldungen im DTMF-Protokoll beseitigt (#1631)
  • nach Unterbrechung des AWM-Betriebs wegen wichtiger neuer Meldungen erfolgt die automatische Meldungsaktualisierung auch im 5-Byte-Protokoll (#1644)
  • Das Minimieren einzelner Dialog-Fenster unterbunden, damit diese nicht "abhanden" kommen können (#1646)
  • Das Fenster zur AWM-Bedienung lässt sich nun auch dann in der gewohnten Weise schließen (durch Klick auf AWM-Button x-Icon), wenn der AWM-Betrieb durch eine Telegramm-Störung abgebrochen wurde (#1647)
  • Übertrieben straffe Zeitüberwachung im DTMF-Protokoll wurde gelockert (#1651)
  • Übermäßiger Speicherverbrauch durch NotrufKonverter löst einen automatischen Neustart der Komponenten in "TA Leitungen" aus (#1652)

Letzte Änderung: 2018-11-06 16:48:02